Rollladen

Rollladen

Schutz vor unerwünschten Einblicken in die Wohnung, Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung im Sommer und Wärmeverlust im Winter, Schutz vor Einbruchsversuchen und vieles mehr – die Aufgaben moderner Rollladensysteme sind außerordentlich vielseitig.

Produkteigenschaften eines Rollladen

  • Nach Ihren Wünschen auf Maß gefertigt

  • Als Kunststoff und Aluminium erhätlich

  • Einfache Bedienung, elektrisch (Motor, Funk) oder manuell (Kurbel, Gurt)

  • Rollladenstäbe sind arretiert (kein verrutschen möglich)

  • Einbruchhemmend (bei ausgewählter Ausstattung)

  • Bei Motor: Hindernisserkennung mit eigener Referenzierung

  • Farbauswahl

  • Komfort

Nachrüsten der Rollläden auf Motor jederzeit möglich !

Funktionen

Wärmedämmung

Bei richtiger Anbringung kann ein Rollladen den Wärmeverlust am Fenster oder an der Tür verringern. Die Wärmedämmung hängt vom Material, von der Form und von der Dicke des Rollpanzers ab. Wichtiger jedoch ist die Tiefe des Luftzwischenraumes zwischen Rollladen und Fenster. Außerdem muss eine Dichtigkeit des Rollladens, vor allem zwischen Panzer und Führungsschienen, durch Keder und Bürsten gewährleistet werden. Damit möglichst wenig Außenluft in den Rollladenkasten gelangt, muss der Rollpanzer von den Aufhängungen (Stahlfedern) an den Sturz gedrückt werden.

Eine zusätzliche Dämmung des Rollladenkastens kann durch das Einmontieren von Dichtungsleisten am Auslass-Schlitz des Kastens erzielt werden. Auch bei offenem Rollladen (Rollladenpanzer hochgezogen) kann so ein Eindringen von kalter Luft in den Kasten weitgehend verhindert werden. Bei älteren Rollladenmodellen kann sich auch akustisch eine hörbare Verbesserung einstellen. Wichtig bei den Rollladenkästen ist auch der richtige Revisionsdeckel. Mit modernen Kunststoffdeckeln (die nicht übertapeziert werden sollen und müssen) kann eine wesentliche Verbesserung der Isolierung im Kastenbereich erreicht werden. Die Wahl des richtigen Revisionsdeckels entscheidet über das Dämmniveau des Rollladenkastensystems.

Sommerlicher Wärmeschutz

Durch Abschirmen der Sonneneinstrahlung kann der Rollladen aus Holz im Sommer materialbedingt besonders effektiv vor dem Erhitzen des Raumes schützen. Rollläden aus Kunststoff oder Jalousien aus Metall heizen sich bei anhaltender Sonneneinstrahlung dagegen vergleichsweise stark auf, strahlen die Wärme an die Innenräume ab und machen unter Umständen eine Klimaanlage erforderlich. Deshalb sollten an der Südseite eines Gebäudes bevorzugt Rollläden aus Holz verbaut werden.

Sonnenbeschienene Rollläden schützen vor Wärme, wenn mindestens die Lichtschlitze noch geöffnet bleiben. Andernfalls heizt sich die eingeschlossene Luft zwischen Rollladen und Fenster auf sehr hohe Temperaturen auf. Über das Fensterglas gelangt die zusätzliche Wärme in den Raum.

Schallschutz

Die Höhe der Schalldämmung eines Rollladens hängt unter anderem vom Material des Rollpanzers und vom Abstand des Panzers zur Fensterscheibe (je größer, desto stärker die Schalldämmung) ab. Bei zu geringem Abstand zur Fensterscheibe kann der Rollladen den Schall sogar noch verstärken. Bei einfachen Rollkästen kann der Schall durch den Kasten die Wirkung von Schallschutzfenstern aufheben. Auf eng anliegende Dichtungen und ausreichende Dämmung des Rollkastens sollte geachtet werden. Durch Anbringen von Dichtungsleisten (Profil mit flexiblem und hitze- oder kältebeständigem Dichtungsschlauch) am Auslassschlitz können auch ältere Rollladenmodelle schalltechnisch optimiert werden.

Ein anderer Schallschutzaspekt betrifft das beim Hochziehen oder Herunterlassen der Rollläden entstehende Geräusch. Insbesondere bei großen Mehrfamilienhäusern mit vielen Fenstern kann es zu einer Belästigung der Nachbarn führen.

Wind- und Wetterschutz

Durch Rollläden kann verhindert werden, dass es bei nicht ganz dicht schließenden Fenstern zu Windzug oder Durchregnen kommt. Die Witterungseinflüsse auf Fenster und Fensterrahmen werden reduziert. Kunststoff-Rollläden bieten zwar Schutz vor Hagelschlag, allerdings können größere Hagelkörner bei direktem Aufprall die äußere Hülle zerschlagen. Bei schwerem Hagel empfiehlt es sich daher, Kunststoff-Rollläden offen zu lassen.

Einbruchhemmung

Der Rollladen aus Kunststoff bietet so gut wie keinen Einbruchschutz, da er binnen weniger Minuten durch Zerschneiden oder Durchbrennen zerstört werden kann. Für eine ordentliche Einbruchhemmung sollten der Panzer aus Aluminium, Holz oder Stahl und die Führungsschienen aus Aluminium oder Stahl bestehen. Der Rollladenpanzer muss gegen Hochschieben gesichert sein. Bei geprüften Rollladensystemen werden die Widerstandsklassen RC1 (kaum Einbruchhemmung) bis RC6 (hohe Einbruchhemmung) vergeben (gemäß Normen EN 1627–1630 bzw. ÖNORM B 5338). Motorgetriebene Rollladen lassen sich nur ein kurzes Stück hochschieben, da der Getriebemotor die Achse blockiert. Darüber hinaus sind einige Rollladenmodelle mit sogenannten festen Wellenverbindern oder Hochschiebesicherungen ausgestattet. Sie fixieren den Rollladenpanzer stabil an der Welle und halten einer Hochschiebekraft von über 1000 Newton stand. Dadurch wird das Aufhebeln des Rollladens erheblich erschwert. Teilweise besitzen die Rollladenkästen eine Sperrnut, die – bei Verwendung von Federbügeln – den Rollladenpanzer in geschlossenem Zustand gegen diese Nut drückt und den gleichen Effekt erzielt wie bei einem motorbetriebenen Rollladen.

Sicht- und Lichtschutz

Der Rollladen dient bei Dunkelheit als Sichtschutz und ermöglicht bei Tageslicht das Verdunkeln eines Raumes. Er kann auch – ähnlich einem Rollo – als Sonnenschutz fungieren.

Für Bürobauten sind Tageslichtrollläden sinnvoll, die im oberen Teil die Sonne ganz abblocken, aber im unteren Bereich Zwischenteile haben, die eine Sicht nach draußen ermöglichen. Wird der Rollladen ganz heruntergelassen, so schließen sich diese Lücken. Bei einer anderen Variante werden Jalousien hochgedreht, sobald die Lamellen aufeinander geschoben werden (jalousierter Rollladen). Auch dadurch kann die Sicht auf die Umgebung gewährleistet werden. Nicht zuletzt gibt es die Möglichkeit, den Rollladen auszustellen, wodurch sich zusätzlich eine indirekte Beleuchtung über die Decke einstellt.

Beispiele

Quelle schweiker.de